Wege zur Heilung

Psychotherapie

Psychotherapie

Die Psyche ist bei jeder Krankheit ganz entscheidend und um die Bedeutung der Psychosomatik wissen wir heutzutage alle. Unser Körper und unsere Seele sind untrennbar miteinander verbunden und bilden eine Einheit. Wenn es uns seelisch gut geht, ist unser Körper gesünder Und wenn wir körperlich krank sind, ist es sinnvoll, zu schauen, wie es um unsere Seele steht.

Wer an seine Genesung glaubt, erleichtert den Heilungsprozess, wie Studien längst bewiesen haben - das ist schliesslich auch der Grund, warum ich diese Homepage mache.

Und viele Menschen haben bereits Heilung durch eine Psychotherapie erlangt. Dieser Weg ist sicherlich nicht einfach, das sich-in-Frage-stellen, das Aufarbeiten seiner Vergangenheit und seiner Belastungen, ist schwer und dazu braucht man Mut, keine Frage. Aber wie die unten stehenden wahren Heilungsgeschichten beschreiben, ist dies ein Weg nicht nur zur Heilung, sondern auch zu sich selbst. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Menschen mit ihren besonderen Geschichten begegnet bin, sie sind besonders wertvolle Menschen. Danke für ihr Vertrauen, dass Sie mir und Ihnen diese Geschichten erzählen, um uns allen Mut zu machen.


Geschichte von Jens: Gedicht vom Clown

Als mir Jens zum ersten Mal schrieb, er hätte durch die Psychotherapie ein Gedicht von einem Clown geschrieben, um seine Krankheit zu bewältigen, konnte ich mir noch gar nichts darunter vorstellen. Als ich es las, war ich beeindruckt. Jens ist ein Künstler, der wie Viele Erkrankte erst durch seine Krankheit seine Begabung entdeckte. Aber lesen Sie selbst, ich freue mich jedenfalls, dass sein Gedicht meine Homepage bereichert.

"Hallo liebe Leser hier auf der Seite „Mutmach-Geschichten“ von Birgit. Sie ist nicht nur namentlich ein wahrer Sonnenschein.
Ich finde ihre Initiative toll und bemerkenswert, und möchte meine Geschichte dazu beitragen. Doch ich schreibe es etwas anders, denn meine Geschichte habe ich in Gedichte verpackt. Es sind vier Gedichte, wobei ich euch zu jedem Teil etwas zum Hintergrund meiner Gedanken schreiben möchte.

Kurze Information zu mir:
Ich heiße Jens bin 43 Jahre und wohne in der Nähe von Braunschweig (aber meine heimliche Liebe ist Celle).
Mein Gedicht "Der Clown" ist so der Beginn des Schreibens von Gedichten im Jahr 2003, und für mich die Art und Weise mich mit meiner MS auseinanderzusetzen.
Der Clown beschreibt meine Zeit von der Diagnose 1998 bis 2003. Durch meinen damaligen Psychotherapeuten ermutigt, habe ich den Clown geschrieben. In eineinhalb Jahren Verhaltenstherapie habe ich mein Leben auch mit MS ins Positive gedreht.
Im Gedicht gibt es viele verarbeitete Details, Ängste, Sorgen, Mut, was wohl auf viele von uns nach der Diagnose zutrifft. Deshalb steht der Clown nicht nur für mich, sondern für viele von euch, und nicht nur für die mit der Diagnose Multiple Sklerose. Am Anfang wollte ich es nie aussprechen, wie bei Harry Potters „Lord Valdemore“, dessen Namen nicht genannt werden darf. Ich beschränkte mich auf das Kürzel MS, und es war mir egal ob mein Gegenüber damit etwas anfangen konnte, oder es als Muskelschwund definierte. Heute ist es mir wichtig geworden zu erklären was genau dahinter steckt.

Weitere Details im Clown sind das kleine Mädchen, womit ich meine Tochter beschreibe (damals 5 Jahre jung), im Publikum sehe ich die Menschen um mich herum. Freunde, Familie, Arbeitskollegen.
In der Gestalt eines Clowns konnte ich mich am besten sehen, und diese Situation meiner Diagnose am besten beschreiben.

Der Clown


Noch zehn Minuten dann ist er dran,
die letzte Vorstellung seines Lebens fängt an.

Traurig sitzt er vor dem Spiegel, und sagt: „Weine nicht!“
Und schminkt sich ein rotweißes Lachen in sein Gesicht.

Vor ein paar Stunden hat er die Diagnose erfragt,
Clown Du bist krank, hat man ihm gesagt.

Eine Krankheit die noch nicht heilbar ist,
aber gib nicht auf, bleib wie Du bist.

Noch fünf Minuten dann ist er dran,
fängt dann wirklich die letzte Vorstellung für ihn an?

So viele Jahre hat man über ihn gelacht,
und immer hat er den Menschen Freude gebracht.

Er war der Clown, Tag ein, Tag aus,
mit seiner roten Nase und viel Applaus.

Nun geht es los, jetzt ist er dran,
seine letzte Vorstellung fängt wie immer an.

Durch den Vorhang betritt er seine Welt,
die runde Manege und das Zirkuszelt.

Das Publikum applaudiert und lacht,
wenn der Clown nur seine Späße macht.

Doch plötzlich setzt er sich einfach hin,
laut sagt er: „Es hat doch keinen Sinn!“

Ganz still ist es nun im Zelt,
nur ein Scheinwerfer, der sein Gesicht erhellt.

Und im Licht sieht man ihm an,
dass der Clown nicht mehr lachen kann.



Tränen laufen über sein rotweiß lachendes Gesicht,
ein kleines Mädchen ruft: „Bitte Clown weine nicht!“

Er sagt allen warum er nicht mehr lachen kann,
nun fängt auch das kleine Mädchen zu weinen an.

Es steht auf und geht zu ihm hin:
„Lieber Clown, alles hat seinen Sinn!

Du bist für uns der Clown geblieben,
auch mit der Krankheit werden wir Dich lieben.

Vielleicht kannst Du nicht mehr rennen und springen,
aber Du der Clown wirst uns immer zum Lachen bringen.

Du kannst für uns andere Späße treiben,
doch der gleiche Clown wirst Du immer bleiben.

Hinter jedem Schicksal erkennt man irgendwann den Grund,
Clown, Du bist nicht krank, nur anders gesund.“

Er steht auf, jetzt ist er dran,
die erste Vorstellung seines neuen Lebens fängt an...
©jh03

>>> Fortsetzung von der Geschichte vom Clown

Geschichte von Cäcilia* über Fibromyalgie

Ich danke Cäcilia* (Name geändert) sehr dafür, dass Sie mir die Geschichte, wie sie die Fibromyalgie besiegt hat, zur Veröffentlichung zugesandt hat. Die Fibromyalgie ist eine schmerzhafte Krankheit der Bewegungsorgane, viele Betroffene haben dabei auch Bewegungs-einschränkungen.


Heilung aus eigener Kraft erfahren



"Nach fast 3 jähriger, tiefenpsychologischer Therapie, habe ich im Frühjahr 2010 die Behandlung mit Erfolg beendet. Zunächst konnte ich mir nicht vorstellen, dass man Schmerzen, Angst und Panik durch Gespräche lindern bzw. ganz beheben kann. Ich wurde eines Besseren belehrt. In dieser Zeit hat sich vieles in meinem Leben zum Positiven verändert.

Wie man aus den gemalten Bildern erkennt, habe ich in kleinen Schritten, mit professioneller Hilfe, mein Leben wieder in den Griff bekommen. Mein bisheriges Leben war geprägt von Krankheiten, Operationen, chronischen Schmerzen, Überforderung. Für mich war die Therapie meine Rettung..."

>>> weiter mit der Fibromyalgie-Geschichte von Cäcilia*

Geschichte von Claudia*: Borderline

Borderline Syndrom - hab ich schon mal gehört, fiel mir spontan zu der Geschichte ein, aber darunter vorstellen konnte ich mir nichts. Claudias* (Name geändert) Mut-Mach-Geschichte hat mich sehr beeindruckt. Aber lesen Sie selbst:

"Schwarz, Weiß und nichts dazwischen


Abseits
. Das ist der Name des Ortes, an dem Claudia wohnt. Sie kennt aber auch noch andere interessante Gegenden. Sie heißen Jenseits, Dazwischen und Nirgendwo. Eine unsichtbare Mauer trennt Claudia permanent von anderen Menschen. Und die Welt macht ihr Angst.

Nein, nicht die Welt – die Menschen. Sie spüren, dass sie anders ist, und dieses Andere fürchten sie, hassen es, lehnen es ab, verachten es und grenzen sie deshalb aus. Dabei versucht sie, genau so zu sein wie sie, lacht, scherzt, smalltalkt mit ihnen und tut, was alle anderen tun. Für eine Weile funktioniert das. Aber natürlich merken sie irgendwann, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie merken es immer...

>>> weiter mit der Geschichte von Claudia*

im Fluss des Lebens


Geschichte von Christina: „Heilende Seelenarbeit“


Es gibt Geschichten, die sind schnell erzählt. Und es gibt Geschichten ,die sind viel zu schade, um sie abzukürzen. Dazu zählt die Geschichte von Christina. Auch sie hat die Diagnose Multiple Sklerose erhalten und sich danach aufgemacht, ihren eigenen Weg der Heilung zu suchen. Dazu hat sie viel ausprobiert, beispielsweise Cortison, Heilarbeit mit den Händen, Stressvermeidung, Heileurythmie, Heilungsaffirmationen („Ich bin stark“ usw.) und Heilungsimaginationen, Physiotherapie, Gespräche, gesundem Essen, eine Atem- und Stimmtherapie, Gespräche.

Schliesslich, sagt sie heute, war das Wichtigste bei mir die Psychotherapeutische Arbeit mit der Bewältigung der Angst. Zitat: „Als die Angst die Macht über meine Seele verloren hatte und das Vertrauen sich immer mehr festigte, verlor die MS die Macht über meinen Körper.“ Aber durch jeden einzelnen Ansatz zuvor hat sie wertvolle Erfahrungen gemacht, die sie in ihrer Geschichte sehr anschaulich erzählt. Darin möchte sie nicht behaupten, von der MS geheilt zu sein, sondern vielmehr zum Thema Heilung Ideen vermitteln. Ich danke ihr für diesen wertvollen Beitrag:

>>> hier kommen Sie zur Geschichte von Christina (PDF) [119 KB]


Geschichte: Psychotherapie in meiner Lebenskrise

Danke für diese mutmachende Geschichte von Stefanie* (Name geändert), der es seit der Psychotherapie vor über 20 Jahren wieder gut geht.

"Mit etwa 25 Jahren hatte ich eine richtige Lebenskrise. Irgendann weinte ich plötzlich ganz viel und war unglaublich erschöpft. Das war umso erstaunlicher, weil ich gerade erfolgreich mein Studium beendet hatte und einen guten Job gefunden hatte. Zuerst schaffte ich es nicht, neben der Arbeit noch Termine zu haben, manchmal war mir ein einfaches Treffen mit Freunden sogar zuviel. Dann konnte ich sogar gar nicht mehr arbeiten. Anfangs habe ich mich stark geschminkt und mich nur noch gequält, dann ging nichts mehr und mir war klar, ich war krank. Seelisch, nicht körperlich.



>>> hier lesen Sie die Geschichte von Stefanie* weiter

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