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Geschichte von Stefanie über Psychotherapie als He

Fortsetzung der Geschichte von Stefanie*

Mein Hausarzt nahm das glaube ich gar nicht richtig ernst. Aber meine Familie und Freunde sahen, wie sehr ich litt. Ich nahm furchtbar ab, was ich anfangs allerdings erst positiv sah. Auf den zweiten Blick war das aber ganz und gar nicht mehr gesund. Als mir sogar ein einziger Termin oder ein einziger Brief am Tag zuviel war, ich nicht einmal Radio, Musik, Fernsehen oder Telefonate ertragen konnte sondern nur die absolute Ruhe, ging ich zum Psychotherapeut. Denn wie das so ist: Man ist nur bereit, so einen Schritt zu tun, wenn es ganz, ganz schlimm ist. Wie dumm, aber nun ja, ich hatte Glück und musste nicht so lange warten und kam an einen guten Psychotherapeut. Meine anfänglichen Hemmungen verflogen schnell. Und er sagte, ich könnte jetzt entweder jede Woche zur Therapie kommen oder eine stationäre Einweisung bekommen, dann wäre das Thema vielleicht in einem Monat durch.

Wie gut, dass ich mich für die stationäre Aufnahme entschied. Dort machte ich in den 4 Wochen eine intensive Psychotherapie, die mich tatsächlich gesunden liess. Zum ersten Mal sprach ich dort über meine schwere Kindheit, holte Trauer über den Tod meiner Mutter nach, ich habe niemals so geweint, aber das tat sooo gut. Meine Mutter war ein Jahr zuvor gestorben und mit dem Tod sind sicher alle Dinge von früher hochgekommen. Ich empfand zum ersten Mal in meinem Leben richtige Wut und ich lernte, sie zu spüren und loszulassen. Und ich lernte, stolz auf mich zu sein, auch mal eindeutig "Nein" zu sagen. Ich bin auch ehrlich geworden zu mir und zu anderen. Ich konnte nach den 4 Wochen wieder arbeiten, war nur noch einige wenige Male bei meinem Psychotherapeuten. Das liegt jetzt fast 2 Jahrzehnte zurück und ich führe ein ganz normales, gesundes, glückliches Leben. Also doch gut, wenn man sich in einer echten Lebenskrise professionelle Hilfe holt. ###

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